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Dantes Inferno: Mir war, als ob ich eine helle Wolke...

Borussia Mönchengladbach verliert im DFB Pokal Halbfinale erst im Elfermeterschießen gegen den selbstgefälligen FC Bayern München

Mönchengladbach (Weltexpress) - Dante Bonfim Costa Santos so lautet ein Heldenname. Der Mann mit der Afrofrisur ist von Beruf kein Dichter sondern Abwehrchef bei Borussia Mönchengladbach. Mit seiner Mannschaft, der Fohlenelf vom Niederrhein, kickte er am Mittwochabend gegen den geldreichen FC Bayern München um den Einzug ins DFB-Pokalfinale zu Berlin.


Håvard Nordveits von Borussia Mönchengladbach scheitern beim Elfmeterschießen an Manuel Neuer (Bayern München). Zuvor verschoß Dante. Die Bayern-Spieler trafen am Niederrhein. © dapd

Das Fest war bereitet im Mönchengladbacher Nordpark, trotz Verdistreik im Nahverkehr, Parkplatznot am Stadion, war es ein lauschiger Frühlingsabend und die Stimmung vor dem Spiel kochte bereits über.
Dante Alighieri, (1265 - 1321), der große italienischer Dichter fand dafür die Zeilen:
Mir war, als ob uns eine helle Wolke,
die dicht und fest und lauter war, umhüllte,
klar wie ein sonnbestrahlter Diamant.

Über 120 Minuten boten sich die Gladbacher und die Münchener Bayern einen leidenschaftlichen Kampf auf dem grünen Rasen. Fußball lebt von der Spannung in seinen besten Momenten und so war es auch in diesem Spiel. Torchancen, Ecken, Fouls und Torwartparaden gab es auf beiden Seiten. Peinlich nur, wer diese Chancen aufzählen muss, um so sein Glück zu rechtfertigen; so tat es Bayerns Trainer Osram Heynckes, der zu einst zu den Gladbacher Helden der Günther Netzer Gedächtnisära zählte.

Im der wahren Fußballpoesie sind solche Aufzählungen jedoch unwichtig. Wer live vor Ort sah, wie sich die Spieler, besonders in der zweiten Hälfe der Verlängerung, über den Rasen schleppten und mit teilweise blinder Verwirrung um den Einzugs ins Finale kämpfen, hat Fußball von seiner besten Seite erlebt. Dieser hochstilisierte Sport lebt nicht von Werbeeinahmen und VIP-Fans auf der einen Seite, oder wilden Horden und Becherwerfern auf der anderen Seite. Wie bereits Dante Alighieri erkannte; „Unter Toren steht wohl der am tiefsten, der ohne Unterschied bejaht und leugnet.“

So retteten sich beide Mannschaften über die 120 Minuten ohne ein Gegentor zuzulassen in die höchste Form der Fußballkunst das Elfermeterschießen. Es war gegen 22:58 Uhr als Dante Bonfim Costa Santos, der Gladbacher Abwehrheld, zum dritten Elfmeter für seine Mannschaft antrat. Zu diesem Zeitpunkt stand es 2:2 – und das Elferschießen wirkte bestenfalls ein wenig müde – so als reiche selbst dafür die Kraft der Akteure nur so gerade eben noch. Eben dieser Dante – einer der Retter der Gladbach vor dem sicher geglaubten Abstieg der letzten Spielzeit – soll im Sommer – wie es seit Wochen in den Gazetten zu lesen ist – zum FC Bayern München wechseln. Man kann beim Elfermeterschießen ganz gut beobachten, was die Torhüter versuchen um die Schützen ein wenige zu verunsichern. Als erfahrener Beobachter kann man auch an der Art wie der Schütze sich den Ball zu Recht legt und welchen Anlauf er wählt, erahnen wie konzentriert oder unsicher der Spieler ist. Dante Bonfim Costa wirkte nervös und sein Anlauf war zu kurz gewählt als er gegen 22:59 Uhr den Ball in den Niederrheinischen Abendhimmel und über das Tor jagte. Danach gab es noch zwei Elfmeter, die Bayern siegten 4:2 und fahren nach Berlin. Der Rest ist ein trauriges Gedicht und der Dichter Dante spricht:
Durch mich gelangt man in die Stadt der Schmerzen,
Durch mich zu wandellosen Bitternissen,
Durch mich erreicht man die verlorenen Herzen.

Von Andreas Geil


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Andreas Geil - PR-Berater, Journalist, Pressesprecher, Online-Marketing-Manager IHK

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