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Themendienst: Die Fußball WM beschert einen Absatzrekord bei den TV-Geräten.

28.07.2010 QuRec das Netzwerk für Recycling sammelt die ausgedienten Altgeräte ein.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir senden Ihnen unseren neuen Themendienst zum Thema: "Auch nach der WM muss niemand in die Röhre schauen: Wenn ausrangierte Fernseher fachgerecht recycelt werden, gelangen keine Schadstoffe in die Umwelt und Wertstoffe können neu verarbeitet werden". Am 21.08.2010  organisiert QuRec eine bundesweite Sammelaktion TV Geräte – Rücknahme von „WM-Entsorgten“. Die Fußball WM beschert einen Absatzrekord bei den TV-Geräten. 2010 werden ca. 9 Millionen Flachbildschirmfernseher alleine in Deutschland verkauft. EU weit über 50 Millionen Geräte. Doch was passiert mit den Altgeräten? Häufig wandern die Altgeräte ins Kinderzimmer oder in den Keller.

Lüneburg, 27.07.2010 – Die WM hat den Umsatz von Flachbildschirmen kräftig angekurbelt. Erste Meldungen ließen verlauten, dass in den Wochen vor der WM zwischen 45 und 77% mehr Fernseher verkauft wurden als im gleichen Zeitraum im Vorjahr. Mit einem Umsatzvolumen von 6,1 Mrd. Euro spielt Deutschland nicht nur im Fußball, sondern auch beim Verkauf von Flachbildschirmen im europäischen Vergleich in der vorderen Liga.


Bleibt die Frage, was nach dem Neukauf mit den ausrangierten Altgeräten passiert. Werden diese nicht fachgerecht recycelt, besteht die Gefahr, dass Schadstoffe in die Umwelt gelangen. So liegt die Herausforderung beim Recycling von den älteren Röhrenfernseher z.B. insbesondere beim Bildröhrenglas. Das kann bis zu 20% Blei sowie weitere umweltschädliche Stoffe wie Barium, Bor oder Zink enthalten. In der Hintergrundbeleuchtung der neuen Flachbildschirme steckt eine hohe Menge an Quecksilber. Dies befindet sich in dünnen Glasröhrchen, die leicht zerbrechlich sind. „Insbesondere bei den ca. eine Millionen Flachbildschirmen, die pro Jahr über das Internet verkauft werden, ist fraglich, was mit den gebrauchten Geräten passiert.“, so Carsten Eichert, Geschäftsführer der Encros GmbH und Initiator des bundesweiten Netzwerks für Recyclingunternehmen QuRec (Qualität im Recycling). „Beim Kauf im Internet wird meistens keine Option für die Rücknahme der Altgeräte angeboten.“
Ausrangierte Fernseher und Bildschirme zählen zu den entsorgungspflichtigen Elektroaltgeräten. Sie werden von entsprechenden Fachbetrieben zerlegt, um die einzelnen Fraktionen anschließend sachgerecht aufbereiten und verwerten zu können. So sind z.B. moderne Recyclinganlagen in der Lage, bleihaltiges von nicht-bleihaltigem Glas zu trennen. Damit wird sichergestellt, dass das gereinigte Bildröhrenglas weiter verarbeitet werden kann und Bleirückstände umweltgerecht entsorgt werden.
Die Recyclingunternehmen im QuRec Netzwerk verfügen allesamt über eine professionelle Aufarbeitungsstrecke für ausgediente Altgeräte. Am 21. August rufen QuRec und die Netzwerkpartner zu einem Aktionstag zur Entsorgung alter Fernseher oder Bildschirme auf.

Über QuRec:
QuRec (Qualtät im Recycling) ist ein neues bundesweites Netzwerk von Recyclingunternehmen für elektrische und elektronische Altgeräte. QuRec entwickelt Instrumente, die Unternehmen der Recycingwirtschaft in die Lage versetzen, Materialeffizienz durch höhere Rückgewinnungsquoten und optimierte Prozesse zu steigern. Initiator von QuRec ist die Encros GmbH, die sich auf die Rückgewinnung von Ressourcen aus technischen Produkten spezialisiert hat.

Der QuRec Themendienst:
QuRec bietet monatlich einen Themendienst für Medienvertreter an. Fachgerecht aufbereitete Informationen zu Themen wie: Was kostet eigentlich die Elektroaltegeräteaufbereitung? Was hat Recycling mit CO2 Einsparung zu tun? Wie viele Kilometer fährt der Jogurthbecher, bis er wieder zu Rohstoffen wird? u.v.a. können über QuRec bezogen werden. Jedes Thema wird von einer kurzen Geschichte von Qurt, der eigens für QuRec entwickelten Comicfigur, begleitet.

Kontakt, Registrierung für den QuRec Themendienst und weitere Informationen finden Sie hier. Weitere Information zum Sammeltag erhalten Sie in einer gesonderten Meldung.
Mit freundlichen Grüßen aus Berlin

Andreas Geil & Anja Haupt
Schönfließerstr. 18, 10439 Berlin
Tel.: 030 - 4000 3306
Fax :030 - 4000 3337
Mobil +49 - 173 203 7218
E-Mail: presse@qurec.de

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Inhaltsverzeichnis


Ein Gewinner der Fußball-WM sind die TV-Gerätehersteller

Interview mit Carsten Eichert / Encros GmbH. / Netzwerkkoordinator QuRec

Interview mit Carsten Eichert / Encros GmbH. / Netzwerkkoordinator QuRec


Frage (AG): Herr Eichert, die Encros GmbH beschäftigt sich mit dem effizienten Einsatz von Ressourcen und einer möglichst Wert erhaltenden Wiedergewinnung. Inwiefern ist für das von Ihnen koordinierte Netzwerk für Qualität im Recycling  QuRec die Fußball WM 2010 und deren Auswirkungen ein Thema?

 

Carsten Eichert (CE): Im Zuge der WM 2010 sind wieder erhebliche Mengen neuer Fernsehgeräte verkauft worden. Uns interessiert der Verbleib der alten Geräte. Werden sie nicht weiterverwendet, sondern sollen entsorgt werden, wollen wir dafür sorgen, dass die Altgeräte in die richtige Sammlung gehen. Die Partner unseres QuRec Netzwerkes stehen dafür bereit.

 

AG: In Deutschland fallen pro Jahr rund 4 Millionen ausgediente Fernseher- und Monitor-Bildröhren an. Vor der WM wurden zwischen 44% und 75% mehr Fernsehgeräte als im Vorjahr verkauft. Von welcher Menge reden wir da und was ist mit den Altgeräten passiert?

 

CE: Bitkom meldete schon im Januar 2010, dass in der EU ca. 50 Millionen neue Fernsehgeräte verkauft werden (http://www.bitkom.org/de/presse/8477_62068.aspx). Darin sind höhere Verkaufszahlen wegen der Fußball-WM berücksichtigt. Die Altgeräte werden weiter genutzt, z.B. im Schlafzimmer oder im Kinderzimmer. Als letzter Schritt werden sie entsorgt. Deutschland verfügt über eine gute Sammelstruktur, so dass von einer korrekten Entsorgung und Aufbereitung ausgegangen werden kann.

AG: QuRec ist ein Netzwerk von Recyclingunternehmen die auf elektrische und elektronische Altgeräte spezialisiert sind. Wie sieht bei Ihren Netzwerkpartnern eine fachgerechte Aufbereitung aus?

CE: Aktuell kommen in erster Linie Röhrenfernseher zurück. Diese werden manuell demontiert, das Glas wird getrennt, denn das Konusglas enthält einen hohen Anteil Blei, der fachgerecht wiedergewonnen werden kann. Das QuRec Mitglied ZME in Heuchelheim hat sich auf die Aufbereitung von Fernsehgeräten spezialisiert. Hier wird nach der Demontage der elektrischen und elektronischen Bauteile das Glas mit einem Laser getrennt. Dies ist hoch effizient und sichert eine maximale Qualität der Fraktionen.

AG: Was sollen Konsumenten beim Kauf eines neuen Bildschirms aus der Sicht eines Fachmanns bei der Entsorgung des Altgeräts beachten?

CE: Die Bürger sollen verantwortungsvoll ihre Geräte entsorgen, sie entweder bei einem QuRec-Mitglied, der Sammelstelle ihres Heimatortes oder direkt beim Einzelhändler abgeben. Die meisten Händler haben eine Box für alte Geräte. Mit der Abgabe beim QuRec Mitglied landet der alte Fernseher direkt bei dem, der ihn demontiert und dafür sorgt, dass eine sichere und umweltgerechte Aufarbeitung erfolgt.

AG: Was tun denn die großen Hersteller wie Sony, Philips, Samsung oder Grundig für eine
qualitative Entsorgung von Altgeräten? Wie sieht es mit den Großversendern von Otto und Co und Mediamarkt und Saturn aus? Da wurden vor der WM zinsfreie Ratenkäufe angeboten, aber von der fachgerechten Entsorgung hat man in den Anzeigen, Prospekten und in den Märkten kaum was gelesen?

CE: Die Einzelhändler wie Mediamarkt oder Saturn bieten die Rückgabe direkt bei ihnen an. Es wirbt zwar keiner dafür, aber die Großen verfügen über die Strukturen. Die Versender oder auch die Hersteller verlassen sich auf die Sammelstellen, die QuRec-Mitglieder oder die öffentlichen Sammel- oder Bauhöfe eingerichtet haben. Sie kommen damit ihrer rechtlichen Pflicht nach.

AG: Für den 21.08. planen Encros, Qurec und diverse Netzwerkpartner eine bundesweite Sammelaktion für TV-Altgeräte. Worauf dürfen sich die Verbraucher freuen?

CE: Die Verbraucher haben die Chance, einmal einen Sammel- und Zerlegebetrieb von innen zu sehen. Die QuRec-Partner öffnen ihre Türen, um zu demonstrieren, dass ihr Job aktiver Umweltschutz ist! Die Verbraucher erhalten ein Entsorgungszertifikat und weitere Aufklärungen. Vielleicht gelingt es, ein Gewinnspiel zu initiieren.
 

Ein Interview von Andreas Geil                              



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